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Øyvind Torseter – Hans sticht in See

Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
Verlag: Gerstenberg Verlag
Übersetzer: Maike Dörries
ISBN-13: 978-3836956864

Der Untertitel des Buches lautet „Die Irrfahrt und Heimkehr eines mittellosen Burschen auf der Suche nach dem Glück“ und dieser Titel fasst die Handlung eigentlich ganz gut zusammen. Hans hat alles verloren. Job und Wohnung sind weg und seine Sachen muss er für 70.000 Kronen im Lager auslösen. Woher soll er das Geld nehmen? Zum Glück sucht in der Hafenkneipe ein reicher Mann einen Abenteurer, wer ihn auf der Suche nach dem größten Auge der Welt begleitet, der bekommt 70.000 Kronen. Und so macht sich Hans auf den Weg. Mit dabei ist eine blinde Passagierin und es stehen wirklich gefährliche Abenteuer bevor.

Ich muss gestehen, normalerweise hätte ich zu dem Buch nie gegriffen, aber da der Autor dieses Jahr auf der Frankfurter Buchmesse war, war ich neugierig. Ich habe zur Vorbereitung das Buch gelesen, auf der Messe dann eine Veranstaltung von ihm und Maja Lunde besucht und gespannt das Interview von Anette bei Katze mit Buch gelesen.

Maja Lunde und Øyvind Torseter, Frankfurter Buchmesse 2019

Øyvind Torseter ist total sympathisch. Ein Autor, dem man gerne zuhört. Sein Buch lässt mich aber etwas ratlos zurück. Eigentlich würde ich sagen, man kann es nur lieben oder hassen, entweder steht man auf diese Art Bücher oder eben nicht, tatsächlich stehe ich aber ziemlich in der Mitte und gebe ihm 3 von 5 Sterne. Es ist etwas ganz anderes als alles, was ich sonst lese. Es verwirrt mich, ich kann nicht wirklich etwas damit anfangen, aber gleichzeitig fasziniert es mich auch.

Was erwartet den Leser also?

Dass das Buch etwas besonderes ist, merkt man eigentlich schon am Format. Länglich, recht groß und schwer kommt ein Buch daher, das eine Mischung aus Comic und Bilderbuch ist.

Die Figuren sind hauptsächlich Fantasiefiguren, menschlich aber irgendwie auch nicht. Hans hat ein langgezogenes Gesicht, sein Auftraggeber einen Elefantenrüssel als Nase.

Das Abenteuer wird in großen Teilen als Comic erzählt, zum Teil aber auch durch ganzseitige Bilder. Die Bilder sind mal schwarz-weiß, mal farbig. Wenn sie farbig sind, sind meistens nur Teile davon farbig und oft sind nicht alle Farbtöne enthalten, mal haben sie einen gelbstich, mal sind sie blau oder rot.

Das ist eine sehr ungewohnte Art, eine Geschichte zu erzählen, auf die man sich einlassen muss. Mir fiel das nicht immer leicht, zumal die Geschichte auch ziemlich abgefahren ist. Ich muss aber sagen, es gibt wirklich viel zu entdecken auf den Bildern. Die Geschichte ist verrückt, aber irgendwie auch faszinierend.

Ein ganz besonderes Buch, das mich allerdings etwas ratlos zurücklässt.

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