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Maria Parr – Manchmal kommt Glück in Gummistiefeln

Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
Verlag: Dressler
Übersetzer: Christel Hildebrandt
ISBN-13: 978-3791500799
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 9 – 11 Jahre

Lena hat immer wieder verrückte Einfälle. Das ist toll, findet zumindest Trille. Aber dann taucht Birgitte in Knert-Mathilde auf. Ein Jahr wird das niederländische Mädchen mit ihrer Familie dort leben. Und sie wirbelt in dem Ort so einiges durcheinander, vor allem in der Freundschaft von Lena und Trille. Denn auf einmal ist Lena nicht mehr das einzige Mädchen in ihrer Klasse. Auf einmal will Trille auch mit Birgitte Zeit verbringen. Und dafür übt er sogar Klavier. Für gemeinsame Bootsfahrten mit Opa und Lena oder für Aktionen wie Floßbauen ist viel weniger Zeit als vorher. Hält die Freundschaft von Lena und Trille das aus?

Nach Waffelherzen an der Angel, das ich allerdings erst demnächst lesen werde, ist dieses Buch das zweite rund um Lena und Trille. Ich selber kannte bisher nur Sommersprossen auf den Knien von Maria Parr, das hatte mich damals aber nachhaltig beeindruckt, so dass mir gleich klar war, das neue Buch von ihr möchte ich lesen. Und ich habe es keine Sekunde bereut.

Maria Parr schreibt einfach wunderbare Kinderbücher. Es sind Abenteuergeschichten mit starken Protagonisten. Sie sind voller Streiche, es geht einiges schief, es werden verschiedenste Probleme angesprochen, und das alles ohne auch nur ein bisschen belehrend zu sein. Von der Stimmung her erinnern die Geschichten ganz stark an die von Astrid Lindgren. Als ich anfing, dieses Buch zu lesen, fühlte ich mich an Saltkrokan erinnert. Später im Buch stellen Lena und Trille dann eine Szene von Michel nach. Und Streiche und komische Ideen hat Lena sowieso mindestens genauso viele wie Michel im Kopf.

Für mich ist Knert-Mathilde ein modernes Bullerbü. Es spielt eindeutig in der heutigen Zeit, mit Handy, Internet und co. Und doch hat es dieses wilde ungestüme, kommen einem die Kinder so frei vor. Das Leben in dem kleinen norwegischen Ort ist ein richtiges Abenteuer. Es wird viel draußen gespielt, Fischen gefahren, Flöße gebaut, das Leben ist irgendwie naturverbundener als ich es als Stadtkind kenne.

Ich habe Lena und Trille so manches Mal beim Lesen um ihre zauberhafte Kindheit beneidet.

Die beiden haben es nicht leicht, haben Probleme wie alle anderen Kinder auch. Und so kann man sich als Leser auch gut in sie hineinversetzen. Es geht um die Angst vor dem Verlust der Großeltern, um das Gefühl, ungeliebt zu sein, um Vorurteile gegen Mädchen, um Probleme in bestimmten Fächern oder Sportarten, um den Wunsch nach Geschwistern und einer großen Familie oder manchmal auch nach einer kleineren, um Hänseleien unter Gleichaltrigen und noch so viel mehr. Und das alles immer auf eine sehr realistische und vor allem mutmachende Art und Weise. Und so, dass man dabei immer wieder lachen kann.

Es ist einfach eine Wohlfühlgeschichte voller Abenteuer bei der einem warm ums Herz wird.

Ich würde mich freuen, wenn wir irgendwann in einem weiteren Buch mal wieder auf Lena und Trille stoßen würden. Ich bin mir sicher, die beiden haben noch viel zu erleben und erzählen!

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