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Frankfurter Buchmesse 2019

Jetzt ist es schon wieder eine Woche her, dass die Frankfurter Buchmesse ihre Tore geschlossen hat. Und endlich komme ich dazu, ein wenig von meinen Messeerlebnissen zu berichten.

Tatsächlich hatte ich dieses Jahr gar nicht so viele Termine, nur der Freitag war voll wie immer.

Kronprinzessin Mette-Marit

Begonnen hat die Messe für mich dieses Jahr aber wieder Dienstags abends, da war die Eröffnung, und da ich Norwegen sehr mag war ich dieses mal zusammen mit Anette von Katze mit Buch wieder bei der Eröffnung dabei.
Dort interessieren uns immer vor allem die Reden der literarischen Redner des Gastlandes.

Dieses Jahr waren das die Kronprinzessin Mette-Marit, die ein Gedicht vortrug und die norwegischen Autoren Erika Fatland und Karl-Ove Knausgård. Vor allem die Rede von Erika Fatland war sehr unterhaltsam aber auch nachdenklich machend. Eine starke Rede einer sympathischen Autorin.

Nach den Reden ging es in den Ehrengastpavillion. Die Ausstellung dort war sehr schlicht. Nordisch weiß, mit Tischen mit Büchern norwegischer Autoren. Schlicht. Dank Spiegeln groß und weit wirkend. Gut, um im Messetrubel einmal auszuspannen, richtig viel zu sehen gab es aber nicht. Der Pavillion lebte meiner Meinung nach eher vom Programm, für das es zwei verschiedene Bühnen gab.

Mittwoch ging die Messe dann richtig los. Begonnen hat sie für mich mit einem ersten (na ja, eigentlich zweiten, wir haben Dienstag Abend beim Aufbau auch schon kurz vorbeigeschaut) besuch bei Kalea Book, dem Stand der Messe, an dem ich definitiv die meiste Zeit verbracht habe. Daniel und Jacqueline haben uns immer wieder mit Punsch versorgt, uns zum Lachen gebracht und Verkleidungen für eine Fotoaktion hatten sie auch noch. Dazu ihre zauberhaften Bücher, an dem Stand muss man sich einfach wohlfühlen!

 

Danach ging die Messe gleich mit meinem Highlight der Messe los. Als ich gehört habe, das Norwegen Gastland ist, habe ich auf zwei Autoren gehofft: Erlend Loe und Maria Parr. Tatsächlich waren beide bei der Messe anwesend, Maria Parr allerdings nur bis Mittwoch mittag. Und so war der erste Programmpunkt von Anette und mir ein Interview mit Maria Parr. Ich muss sagen, Maria ist genauso sympathisch wie ihre tollen Kinderbücher vermuten lassen. Für mich war das Treffen ein absolutes Highlight. Das Interview gibt es dann zu lesen, wenn es abgetippt ist. Hier aber schon einmal ein Foto der Autorin, von der wir hoffentlich noch ganz viel zu lesen bekommen:

Mittags waren wir dann auch noch bei einer Diskussionsrunde zum Thema Macht und Tabus im Schreiben für Kinder mit Maria Parr und Gro Dahle, auch die war sehr interessant. Während Maria Parr ihr Buch “Manchmal kommt Glück in Gummistiefeln” vorstellte, das ja ein totales Astrid Lindgren Feeling hat und trotz Probleme und ernster Themen für mich irgendwie vor allem heile Welt wiederspiegelt, war Gro Dahle mit ihrem Bilderbuch “Böse Mann” da, einem Buch über häusliche Gewalt. Sehr unterschiedliche Titel, was zu einer interessanten Diskussion führte, außerdem lasen beide Autorinnen aus ihren Werken, Gro Dahle sogar auf Deutsch.

Maria Parr
Gro Dahle

 

 

Der Donnerstag war auch noch total entspannt. Es gab Treffen mit Mark und Uta von Rubikon Audio, mit Karsten von der Spürhasenbande und außerdem lernten wir etwas über Instagramm.

Ralf Schweikart erklärt Instagram

Nachmittags ließen wir uns noch das neue Kinderbuchprogramm von Thienemann vorstellen und dann war schon die alljährliche Beltz-Party und das Ende von Messetag 2.

Der Freitag war dann wie eigentlich immer der vollste Tag. Er begann mit einem Interview, auf das wir leider etwas warten mussten. Aber dann kam der Autor und es war schnell klar, das Warten hatte sich gelohnt. Wir haben Björn Rørvik interviewt, den Autor der Böckchen-Bande. Diese Bilderbuchreihe ist genau wie sein Autor witzig und sympathisch. Die Böckchen-Bande im Schwimmbad habe ich ja vor der Messe gelesen und rezensiert, die weiteren Bände ziehen bei mir aber sicher auch noch ein.

Björn Rørvik

Danach ging es zur Blogger-Preview von Bastei Lübbe, von der wir leider nur einen Teil mitbekamen. Danach mussten wir nämlich zu einer Podiumsdiskussion von Øyvind Torseter und Maja Lunde, in deren Anschluss Anette Øyvind Torseter interviewt hat.

Maja Lunde und Øyvind Torseter

Für mich ging es dann weiter zu einer Lesung von Rose Snow, Katharina Herzog, Marah Woolfe und Ava Reed. Eine tolle Veranstaltung, auf der aus den 4 aktuellen Büchern der Autorinnen gelesen wurde, kleine Spiele veranstaltet wurden und am Ende wurde natürlich auch fleißig signiert. Bei mir ist das dritte Buch der Lügenwahrheit von Rose Snow eingezogen und ich bin schon sehr gespannt auf das Finale der Geschichte.

Danach ging es für mich zum Freundinnen-Talk von Gabriella Engelmann und Marie Matisek, bei dem ich auch kurz auf Antje Szillat stieß. Eine sehr unterhaltsame halbe Stunde, nach der ich allerdings gleich weiter musste zu einer Veranstaltung außerhalb des Messegeländes, die zu finden ich dann aber irgendwie zu doof war…

Gabriella Engelmann und Marie Matisek

Dafür war ich dann pünktlich zurück auf  der Messe für die Verleihung des deutschen Jugendliteraturpreises.


Danach war aber der Messetag immer noch nicht vorbei, es ging zu #bookmeetspizza, einer Veranstaltung von 13 kleinen Verlagen, die ihr Programm vorstellten. So war es 11, bis ich zu Hause war, und ich war ganz froh, am Samstag auszusetzen. Als ich dann die Fotos und Berichte über Samstag sah, sogar noch froher, denn es muss ja wirklich extrem voll gewesen sein.

Sonntag ging es dann aber noch einmal los für mich und Sonntag war es zwar auch voll, aber nicht so extrem wie am Samstag.

Wir hatten nur einen Termin, nämlich die Übergabe ans nächste Gastland. Da dieses die einzige Veranstaltung von Erlend Loe war, wollte ich da unbedingt hin. Das Gespräch von Erlend Loe und Margret Atwood erwies sich als sehr amüsant, die weiteren Reden und vor allem die Inuit-Gesangsdarbietung am Ende hätte ich nichtwirklich gebraucht.

Erlend Loe und Margret Atwood

Und dann war es schon wieder Zeit für eine letzte Abschiedsrunde durch die Hallen. Noch einmal bei den liebsten Ständen und Verlagsmenschen vorbeischauen, noch einmal Punsch bei Kalea Book trinken und shcnell ein Abschiedsfoto machen und dann hieß es: Tschüß Messe, bis nächstes Jahr!

Jacqueline und Daniel Kauer von Kalea Book mit Anette und mir

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