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Timo Parvela und Bjørn Sortland – Kepler62 – Buch 1: Die Einladung

Hardcover: 128 Seiten
Übersetzer: Elina Kritzokat
Illustrator: Pasi Pitkänen
Verlag: Kosmos
empfohlenes Lesealter: ab 10 Jahren

Die Brüder Ari, 13 Jahre alt, und Joni, 10 Jahre alt, leben in einer dystopischen Zukunft. Die Welt ist auf den ersten Blick gut, die Regierung kümmert sich um alle, aber gleichzeitig ist ein selbstbestimmtes Leben nicht mehr möglich. Ari und Joni leben alleine, nachdem ihre Mutter verschwunden ist, und das darf auf keinen Fall jemand wissen. Sie schlagen sich mit Stehlen so durch und Ari tut alles, um seinen kleinen Bruder Joni halbwegs zu beschützen.

Ihr Leben ändert sich, als Joni von einer Frau das gehypte Computerspiel Kepler62 geschenkt bekommt. In diesem Spiel soll es ein Level geben, das noch niemand geknackt hat. Und wenn man das schafft, dann… Ja, was passiert dann? So genau weiß das keiner. Ob es etwas mit der beworbenen Weltraummission zu tun hat? Auf jeden Fall sind Ari und Joni fest entschlossen, das Geheimnis um das Spiel zu lüften.

In diesem ersten Band der international erfolgreichen Reihe Kepler62 passiert erst einmal noch nicht so viel. Das Buch, dessen Lesealter mit ab 10 angegeben ist, erinnert in Umfang und Schriftgröße eher an ein Buch für Leseanfänger. Das wird dadurch verstärkt, dass auch viel mit Bildern gearbeitet wird. Die Zeichnungen von Pasi Pitkänen ergänzen die Geschichte perfekt, führen aber insgesamt zu noch weniger Text.

Mir selber kam es eher wie ein Vorwort zum eigentlichen Abenteuer vor, los in den Weltraum geht es wohl erst ab Band 3.

Die Geschichte selbst liest sich gut, allerdings erinnern auch die eher kurzen Sätze an ein Buch für Leser ab 8. Einzig das dystopische Setting des Kinder-Scifi-Romans rechtfertigt vielleicht die Altersangabe. Wenn die Kinder sich für Technik und Computerspiele interessieren, können sie das Buch aber auf jeden Fall auch schon früher lesen.

Ich mochte Ari und Jon. Sie sind sympathisch, ganz normale Jungs von nebenan, die es schwer im Leben haben. Man schließt sie in sein Herz und fiebert mit ihnen mit. Allerdings ist die Geschichte, kaum hat man sich mit den Protagonisten angefreundet, eben auch schon wieder vorbei.

Insgesamt einmal ein etwas anderes Kinderbuch, ein Setting, das man eher selten in diesem Bereich findet und ein Buch, mit dem man wohl vor allem kleine Computer- und Technikfreaks für das Lesen begeistern kann. Ein gutes Buch für nicht so geübte Leser, die Lust auf eine außergewöhnliche Reise haben, auch wenn diese in Band 1 noch gar nicht so richtig anfängt.

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