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LoveLetter Convention 2018

Letztes Wochenende war es soweit, die LoveLetter Convention fand zum 7. Mal in Berlin statt.
Ich bin seit der 1. Convention dabei und es ist ein wenig wie ein großes Familientreffen. Bei mir ist es inzwischen übrigens auch ein echtes Familientreffen, denn auch meine Tante und meine Cousinen waren dabei. Aber auch ansonsten sieht man viele bekannte Gesichter, kommen viele Besucher doch seit Jahren. Wer noch nie dabei war, muss aber keine Angst haben, neue Besucher werden herzlich in die Familie aufgenommen!

Dieses Jahr kannte ich irgendwie die wenigsten der teilnehmenden Autorinnen, bzw. viele sagen mir vom Namen her etwas, einige habe ich auch schon persönlich getroffen, aber gelesen habe ich bisher von den wenigsten etwas. Das macht die Veranstaltung aber nicht weniger interessant und schön. So kann man halt viele neue Autoren für sich entdecken.

Im 7. Jahr kommen einem einige der Programmpunkte bekannt vor, und doch wird es nicht langweilig. Das Programm ist aber auch sehr abwechslungsreich mit Workshops, Diskussionsrunden, Lesungen, Meet&Greets und viel mehr. Da findet sich eigentlich immer etwas spannendes und sonst setzt man sich im Garten in die Sonne und plaudert mit anderen Besuchern.

Für mich begann die Convention mit einer Lesung von Sarina Bowen. Danach schaute ich mir den Bücherverkauf an und genoss das schöne Wetter ehe es für mich zum ersten Workshop ging. In “Wer schreibt hier – und wenn ja wie viele?” plauderten Karin Lindberg und Ulli und Carmen, die zusammen als Rose Snow (und auch als Anna Pfeffer) schreiben, über den Schreibprozess und beantworteten Fragen.

Carmen und Ulli (zusammen Rose Snow) und Karin Lindberg

So erfuhr man etwas über die Vor- und Nachteile, wenn man alleine oder zu zweit schreibt. Es ist wohl vor allem Typsache. Zusammenschreiben inspiriert, braucht aber auch viel Kompromissbereitschaft und es muss einfach passen. Sonst kann aus Freundschaft schnell Feindschaft werden. Bei Ulli und Carmen ist das zum Glück nie passiert, man merkt, wie viel Spaß sie miteinander haben.

Carmen und Ulli

Beim Round Table zum Thema Erfahrungsschatz – Meine Welt, meine Romane, moderiert von Nancy Warren mit Emmy Abrahamson, Poppy J. Anderson, Sarina Bowen, Susan Carlisle und Terri Osburn wurde ich vor allem auf Emmy Abrahamson aufmerksam. Ihr aktueller Roman hat nicht nur einen sehr langen Titel, heißt er doch “Wie ich mich auf einer Parkbank in einen bärtigen Mann mit sehr braunen Augen verliebte”, nein, er erzählt auch noch ihre eigene Geschichte, wenn auch leicht abgeändert, damit alles etwas schneller und interessanter vorangeht. Die Grundgeschichte, wie sich die Frau auf einer Parkbank in einen Penner verliebt, ist aber tatsächlich ihre eigene Liebesgeschichte. Ich bin sehr gespannt auf das Buch, zumal Emmy einfach total witzig und sympathisch ist.

Vor der Mittagspause gab es dann noch Lesungen von Rose Snow und Karin Lindberg.
Anschließend stärkte ich mich beim Mittagessen im Garten, und weil es da so nett war, verpasste ich den Auftritt von Ben Valdern. Schade, aber ich habe immerhin die CD in der Conventiontasche vorgefunden, die werde ich spätestens beim Lesen des Buches von Friedrich Kalpenstein hören.
Ich fand es im Garten sogar so nett, dass ich die Mittagspause verlängerte. So konnte ich noch mit Kris, einer der Veranstalterinnen, plaudern und beim Meet&Greet von Rose Snow (bei ihren Veranstaltungen war ich eindeutig am öftesten) vorbeischauen.

Danach ging es für mich in die Aula, erst zur Verlagsvorstellung von Ravensburger, danach zu einem Panel mit dem Thema Historical vs. Paranormal/Fantasy, moderiert von Terri Osburn, mit Amanda Bouchet, Brenda Hiatt, Ella Quinn und Nalini Singh.
Anschließend ging es zum Klappentextbingo, ein Spiel, bei dem ich nicht so wirklich erfolgreich war. Es war aber durchaus lustig, es wurden Klappentexte vorgelesen und man hatte auf seinen Bingokarten Begriffe, die man durchstreichen durfte, wenn sie vorkamen.

Damit war der erste Tag schon fast wieder vorbei, es stand nur noch das Bloggertreffen auf dem Programm, bei dem man ungezwungen mit anderen Bloggern, Verlagsmitarbeitern und Autoren plaudern konnte.

Anschließend ging es für mich erschöpft zurück in mein Hotelzimmer, wo ich den ESC schaute, die Punktevergabe aber verschlief. So war ich dann Sonntag morgen aber wieder pünktlich bereit und um 9 Uhr auf dem Gelände der LLC.
Auf den ersten Programmpunkt freute ich mich sehr, es war nämlich die Lesung von Anne Barns, meiner LLC-Entdeckung aus dem letzten Jahr. In ihrem neuen Buch “Drei Schwestern am Meer” kommt auch Karamell vor, und so verteilte ihr Mann nach der Lesung selbstgemachtes Karamell.

Anschließend ging ich bei der Fotoaktion von Montlake Romance vorbei. Hier konnte man einen Milliadär heiraten. Auf Brautkleid und Schleier habe ich verzichtet, aber den Blumenkranz trug ich den Rest des Tages im Haar. Und das Foto zusammen mit dem Bräutigam, Model Chris Jeckl, ist gut
gelungen, finde ich.

 

 
 

Dann ging es weiter mit Lesungen. Erst lauschte ich Rose Snow, die aus dem noch nicht erschienenen Jugendbuch “Das erste Buch der Lügenwahrheit” lasen. Das Buch muss ich unbedingt haben, es klang total witzig und es spielt im wunderschönen Cornwall!
Danach lauschte ich der Lesung von Marah Woolf, die uns “Fanny Rose Eden” vorstellte.

Marah Woolf

Als nächstes zog es mich wieder in die Lounge zu einer Runde mit Verlagsmitarbeitern rund ums Bloggen.

Als letzten Programmpunkt vor der Mittagspause wählte ich dann den Workshop “Schlecht übersetzt oder gut entschieden?” mit Jeannette Bauroth von Indie Translations. Dieser Workshop war total witzig, zeigte uns Jeannette doch Beispiele für schlechte Übersetzungen. Sie erklärte, was die Hauptprobleme beim Übersetzen sind. Schwieig wird es natürlich immer bei Wortspielen, die in anderen Sprachen einfach nicht so funktionieren wie im Original. Auch bei Sprichwörtern und Redewendungen darf man natürlich nicht wörtlich übersetzen, manchmal wird dies aber getan. Kniffelig wird es bei Liedtexten, Gedichten oder Rätseln mit Anagrammen und ähnlichem. Und dann ist da natürlich noch die Sache mit dem Du. Wann die Personen im englischsprachigen Buch vom Sie zum Du wechseln, das muss der Übersetzer entscheiden und gescheit einbauen.
Nach dem Workshop werde ich die Arbeit der Übersetzer noch mehr würdigen als bisher . Vor allem
aber hat der Workshop meine Lachmuskeln trainiert.

Jeannette Bauroth

Nach der Mittagspause entspannte ich beim Afternoontea von Fame of Sound, bei dem die Sängerin Bria Drain auftrat.

Bria Drain

Frisch entspannt ging es dann zum Letzten Programmpunkt, der Signierstunde. Da hieß es also wieder lange warten mit netter Unterhaltung mit den Mitwartenden, um dann signierte Bücher der anwesenden Autoren zu bekommen. Bei mir sind 9 signierte Bücher eingezogen und ich freue mich auf das Lesen.

Insgesamt war es wieder eine gelungene Convention mit vielen tollen Treffen und Gesprächen. Schon jetzt freue ich mich auf die LoveLetter Convention 2019 und warte nur auf den Termin für nächstes Jahr, der in spätestens 2 Wochen stehen soll, um dann ein Hotel zu buchen. Denn LoveLetter Convention, das ist wie nach Hause kommen und von den Glücksgefühlen kann man noch lange zehren. Momentan fühle ich mich immer noch etwas high. Ich hoffe, das Gefühl hält noch eine Weile an 🙂

6 comments

  1. Hi liebe Julia,

    ich fand die Convention auch wieder sehr schön, auch wenn wir uns immer zwischendurch gesehen haben. Dein Hochzeitsbild ist sehr gelungen 😉

    Liebe Grüße
    Desiree

  2. Ich bin ja direkt vor dem Umzug, muss das also sowieso alles neu machen. In dem Zuge wird das dann natürlich aktualisiert 🙂
    LG Julia

  3. Danke für den wundervollen Bericht. Ich habe für 2019 auch das erste Mal ein Ticket gekauft und bin jetzt schon ein bisschen aufgeregt, weil ich allein hinfahre und nur schwer mit Fremden ins Gespräch komme, wenn ich nicht angesprochen werde, sondern jemanden ansprechen muss. Aber dein Bericht zeigt mir, dass es die richtige Entscheidung war, das Ticket zu holen. Ich freue mich mega auf die zwei Tage.
    LG
    Yvonne

    1. Hallo Yvonne,
      Ja, das ist wirklich die richtige Entscheidung. Auf der ersten LLC war ich auch alleine und kannte noch nicht mal einen der anwesenden Autoren. Es war trotzdem toll!
      Sprich einfach jemanden an (ja, ich weiß, es ist nicht einfach), triff Leute bei gemeinsamen Spielen, Blind dates oder der Schlange fürs Mittagessen. Vielleicht sehen wir uns ja auch, dann sprich mich gerne an. Aber es sind echt alle Besucher nett!
      LG Julia

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