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H.Y. Hanna – Törtchen, Tee und Tod

Taschenbuch: 328 Seiten
übersetzer: Jeannette Bauroth
ISBN-13: 978-0648419884
Nach einigen Jahren in Australien ist Gemma zurückgekehrt nach Oxford, um in dem kleinen Dorf in der Nähe, in dem sie aufgewachsen ist, einen Tearoom zu führen. Gerade beginnt das Geschäft wirklich zu laufen, da wird ein Tourist tot vor ihrem Tearoom gefunden – erstickt an einem ihrer Scones.
Und nicht nur das, auch sie und ihre Mitarbeiter sind verdächtig, hat sich der Tourist am Tag davor doch mit allen angelegt. Da ist klar: Der Mörder muss gefunden werden, und zwar schnell!
Dass der Detective, der den Fall lösen soll, ausgerechnet Gemmas Ex-Freund ist, macht alles nicht einfacher. Und weil sie sich nicht sicher ist, ob er wirklich allen Spuren nachgeht, beginnt sie selber zu ermitteln. Hilfe bekommt sie dabei von einer Gruppe älterer Damen. Kann sie den Mörder finden, ehe ihr selbst etwas passiert oder ihr Laden pleitegeht?

Törtchen, Tee und Tod ist ein typischer Cozy Myystery. Es gibt die ungewollte Hobbyermittlerin, hier unterstützt von einer Gruppe neugieriger älterer Damen, ein Dorfsetting, ein Haustier (in diesem Fall eine vorwitzige niedliche Katze namens Müsli) und eine kleine Liebesgeschichte mit dem attraktiven Detective. Wobei diese sich in den weiteren Bänden erst richtig entwickeln wird, denke ich. Aber die Spannung zwischen Gemma und Devlin ist schon einmal da, und ich bin sehr gespannt, wie sie sich zusammenraufen werden.
Gemma ist eine sehr sympathische Heldin, die es nicht immer leicht hat. Vor allem ihre Mutter ist gar nicht begeistert davon, dass Gemma ihren gut bezahlten Job in Australien hingeschmissen hat, um einen Tearoom zu führen. Dafür hätte sie ja nicht studieren brauchen. Und dann hat sie noch nicht einmal einen Mann. Nein, so kann es nach der Meinung ihrer Mutter nicht weitergehen und die Einmischungen von ihr in Gemmas Leben lassen den Leser immer wieder schmunzeln.
Das Dorfsetting mit dem Tearoom sorgt für das gemütliche Kleinstadtfeeling, das einen Cozy ausmacht. Da stört es auch nicht wirklich, dass der Fall an sich und die Ermittlungen nicht besonders realistisch sind, das erwarte ich bei einem Cozy Mystery auch gar nicht. Denn eigentlich steht hier das Zwischenmenschliche ja viel mehr im Mittelpunkt als der eigentliche Fall. Und ich hatte viel Spaß in dem kleinen Dorf neben Oxford, musste immer wieder grinsen beim Lesen und bin gespannt, was Gemma und die älteren Damen in Zukunft alles anstellen werden. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie zu so etwas wie liebgewonnen Buchfreunden werden und das Lesen eines neuen Bandes sich ein bisschen wie heimkommen anfühlen wird.
Diese Reihe hat eindeutig Potential. Sicher nichts für harte Krimileser, aber eine gute Lektüre für die Freunde der gemütlichen englischen Cozy Mysteries!
Als Bonus gibt es sogar das Rezept für die Scones, an denen der amerikanische Tourist stirbt.

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