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Derek Meister – Stream – Gehst du offline, ist sie tot

Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag; Auflage: Originalausgabe (17. Dezember 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3734105625
ISBN-13: 978-3734105623

Frank Banta, ehemaliger NATO-Agent, hat ein kleines Team von Spezialisten um sich geschart. Gemeinsam versuchen sie, Entführungsopfer wenn möglich ohne Gewalt zu befreien. Dies gelingt nicht immer, und bei einem dieser Einsätze hat Frank seine Frau Anna verloren.

5 Jahre später sieht er die totgeglaubte Anna im Chat-Roulette. Sie wird gefangen gehalten und misshandelt. Wie kann das sein, jetzt, 5 Jahre später, 5 Jahre, in denen es keine Spur von ihr gab? Und wo ist sie? Kann Frank sie zusammen mit seinem Team retten? Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, bei dem auf keinen Fall der Stream abbrechen darf. Denn nur mit diesem Stream haben sie die Chance, Anna irgendwie zu orten. Banta hat nur wenige Stunden, sonst ist Anna ein zweites Mal verloren.

Derek Meister kenne ich von seinen historischen Krimis und von Kinder- und Jugendbüchern. Mit Stream begeben er und ich uns auf anderes Terrain. Thriller sind nicht mein typisches Genre, aber da ich den Stil von Derek Meister mag, wollte ich mich auf das neue Abenteuer einlassen.

Derek Meister konnte mich auch gleich in seinen Bann ziehen. Ich war fasziniert und gefangen von der Geschichte. Sie war zeitweise recht brutal, aber so, dass es auch für mich ungeübten Thrillerleser nicht zu hart wurde.

Fasziniert haben mich die Protagonisten, die sind vielschichtig und interessant. Es ist nicht ganz einfach zu sagen, wer gut und wer böse ist. Die Gruppe rund um Banta kämpft für das Gute, befreit Entführungsopfer, kämpft gegen Kinderpornografie, Menschenhandel und andere böse Taten. Dabei geht die Gruppe über Leichen, gehört sie also wirklich zu den Guten? Es zeigt sich, eindeutig gut oder böse gibt es nicht.

Die Geschichte ist im Prinzip nichts komplett Neues, es ist ein Katz-und-Maus-Spiel, ein Wettrennen gegen die Zeit. Bei der spurensuche sind sowohl Köpfchen als auch Waffengewalt gefragt. Das Tempo der Geschichte ist hoch und ich habe bis zum Schluss mitgerätselt, wie alles zusammenpasst. Dabei gab es Wendungen, die ich so nicht erwartet hätte.

Eine von vorne bis hinten spannende Lektüre, die mich wirklich gut unterhalten hat.

Das Ende lässt mich allerdings etwas ratlos und unbefriedigt zurück. Das liegt vermutlich nicht mal wirklich am Buch und an dem Ende, sondern eher an mir, ich bin eben nicht der typische Thrillerleser. Ich mag Happy Ends. Das Ende von Stream ist – nun, ich mag gar nicht wirklich etwas dazu verraten, und man könnte es in gewisser Weise vielleicht sogar Happy End nennen, aber mich hat es etwas deprimiert zurückgelassen.

Das spricht wie gesagt nicht gegen den Thriller, der mich sehr gut unterhalten hat, sondern nur für meine Happy End Liebe, die sich in einem Thriller natürlich nur schwer befriedigen lässt. Wen das nicht stört, der bekommt hier einen Thriller mit Tempo und vielschichtigen Personen.

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