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Elke Pistor – Kraut und Rübchen

Vor einiger Zeit hatte ich euch vom tollen Landpaket von Elke Pistor berichtet. Inzwischen ist das Buch gelesen, die Blutrote Kapuzinerkresse gekeimt und der Tee getrunken. Und hier kommt jetzt die Rezension zum Buch:


Elke Pistor – Kraut und Rübchen
Broschiert: 251 Seiten
Verlag: Emons
ISBN-13: 978-3954511792








Als die Journalistin Katharina Rübchen den Bauernhof ihrer Tante Marion erbt, hat sie auf keinen Fall vor, aufs Land zu ziehen. In dem Dorf wohnen, in dem sie manche Ferien ihrer Kindheit verbracht hat, nein, das kann sich Katharina beim besten Willen nicht vorstellen. Zwar hat sie Biologie studiert, aber sie ist doch durch und durch eine Großstadt-Pflanze.
Doch dann geht ihre Beziehung in die Brüche, und da ihr Ex gleichzeitig ihr Chef ist, sieht ihre Zukunft gar nicht mehr so rosig aus wie noch vor kurzem. Vielleicht sollte sie doch nach Kleinhaulmbach ziehen? Die Dorfbewohner sind auf jeden Fall davon überzeugt, dass Katharina bleiben muss. Sie soll die Aufgabe ihrer Tante übernehmen. Nur, was diese Aufgabe ist, damit wollen die Dorfbewohner nicht so wirklich herausrücken. Als Katharina das Tagebuch einer Vorfahrin findet, die scheinbar eine beliebte Giftmörderin war, kommt ihr ein schrecklicher Verdacht…
„Kraut und Rübchen“ von Elke Pistor ist ein Landkrimi. Wer einen wirklichen Krimi erwartet, der wird wohl enttäuscht von diesem Buch sein. Denn auch wenn es einige Leichen gibt, so ein richtiger Krimi ist es meiner Meinung nach nicht. Das macht aber nichts, denn es ist ein ganz tolles Buch. Schon von außen strahlt es mit seinem beigen auf alt gemachten Cover irgendwie Gemütlichkeit aus. Und klappt man die Klappbroschur auf, so wird dieses Gefühl noch verstärkt. Das Buch ziert von innen eine rosa Blümchentapete. Und das ist noch längst nicht alles, was das Buch an Extras und Besonderheiten bietet. Am Anfang eines jeden Kapitels findet sich die Zeichnung einer Giftpflanze mit kurzer Information zu ihrer Wirksamkeit. Und am Ende des Buches wird der Leser mit Rezepten verwöhnt, die in der Geschichte eine Rolle gespielt haben.
Doch nicht nur die Aufmachung ist toll. Der Inhalt weiß wirklich zu unterhalten. Katharina Rübchen ist gleich sympathisch. Es macht Spaß, zusammen mit ihr zum einen das Dorf in der heutigen Zeit mit seinen aktuellen Bewohnern und Problemen zu entdecken, aber zum anderen auch in die Vergangenheit einzutauchen, die immer wieder in Form von alten Tagebucheinträgen in die Geschichte eingeflochten wird. Zusammen mit Katharina geht man dem unglaublichen Verdacht über die Aufgabe von Tante Marion nach. Hat sie etwa, genau wie ihre Ururgroßmutter ihr Kräuterwissen auf illegale Weise eingesetzt? Warum sonst redet im Dorf keiner mit Katharina, wenn es um ihre Aufgabe geht?
Neben Rätseln und Geheimnissen gibt es dann noch so einiges an Dorfklatsch und –tratsch, an lustigen Situationen, für die vor allem die immer wieder ausbüxenden geerbten Ziegen sorgen und ein gehöriges Knistern in der Luft, immer dann, wenn der attraktive Tierarzt des Dorfes auftaucht. In Katharinas Leben läuft irgendwie nichts mehr wie geplant, aber eins ist klar, langweilig ist ihr Leben nicht.
„Kraut und Rübchen“ ist ein richtiges Wohlfühlbuch, ideal für alle, die lustiges und rätselhaftes miteinander kombiniert mögen. Genau das Richtige für Fans von Cozy mysteries. Kommt mit nach Kleinhaulmbach und lernt nicht nur die verschworene Dorfgemeinschaft kennen sondern erweitert gleichzeitig euer Wissen über Giftkräuter! Wer weiß, wofür man dieses Wissen noch einmal braucht in seinem Leben… 


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